Baden-Württembergische Hallenmeisterschaften Am 14. und 15. Januar stand für unsere U18-Mädels
der erste Wintersaison-Höhepunkt auf dem Programm. Es ging zu den
BaWü-Hallenmeisterschaften der U18 in die Europahalle nach Karlsruhe.
Dort, wo wir jährlich den internationalen Stars beim Hallenmeeting
zuschauen, durften die Mädels dieses Mal selber ran. Durch gute Leistungen
im Vorfeld hatte sich Lena für die 400m und Jana sogar für 60m, 200m
und 400m qualifiziert. Zusammen mit Tanja und Pascale wurde am Sonntag
dann auch noch die 4x200m-Staffel, die ja bereits eine Woche zuvor
in Frankfurt ihre Premiere fand, eingesetzt.
Für Jana bedeutete der Samstag einen vollen Terminkalender.
Sie begann mit dem 60m-Sprint, bei dem sie die Norm (8,40 s) für
die Süddeutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen erreichen
wollte. Leider war ihr Laufstil heute nicht locker und flüssig wie
sonst, so dass sie dieses Ziel knapp verpasste und nach 8,44 Sekunden
über die Linie kam. Das war etwas enttäuschend, denn wir hatten schon
gehofft, dass es etwas schneller gehen könnte.
Nun ging es daran, das schnell zu vergessen und über 400m eine weitere
Premiere zu feiern, denn die 400m-Distanz wird erst ab der Jugendaltersklasse
angeboten, in die der 1996er-Jahrgang dieses Jahr aufgestiegen ist.
Hier stieß nun Lena dazu, die sich im letzten Jahr über 300m die
Norm mit einem vierten Platz und einer sehr guten Zeit bei den Badischen
Meisterschaften erlaufen hatte. Beide starteten im selben Lauf und
gaben, was die Beine noch zu leisten im Stande waren. 400m sind eine
harte Distanz, die ich persönlich früher nur unter Androhung körperlicher
Gewalt gelaufen bin. Beide gingen die Sache etwas zögerlich an, mussten
diese Taktik dann aber schnell über Bord werfen, um den Anschluss
nicht zu verlieren. Am Ende wurde Jana nach gutem Finish Laufzweite
und kam nach 64,64 Sekunden über die Ziellinie, Lena konnte diesem
Tempo nicht ganz folgen und landete nach ordentlichen 67,48 Sekunden
als Laufvierte hinter der Linie. Mit diesen Zeiten konnten beide
zufrieden sein.
Lena war für diesen Tag dann auch schon fertig, für
Jana standen noch die 200m an. Nach den 60m und der 400m-Qual sollte
man hier nicht mehr allzu viel erwarten können, aber wer Jana kennt,
weiß, dass sie aus (mir) nicht bekannten Gründen immer wieder ihren
Energiespeicher auffüllen kann. Ob's an den "Steakbrötel" liegt? Als hätte sie den ganzen Tag nur gechillt, ging Jana ab wie eine Rakete
und stellte mal so nebenbei eine neue persönliche Bestzeit auf. Das
reichte zwar nicht für das Finale, aber mit den gelaufenen 27,44
Sekunden konnten wir wirklich äußerst zufrieden den ersten Tag dieser
Meisterschaft beschließen und die Heimreise antreten.
Der Sonntag stand dann ausschließlich im Zeichen der 4x200m-Staffel.
Ziel für uns war hier, die 1:59 Min vom letzten Sonntag in Frankfurt
noch zu verbessern. Deshalb hatten wir in der Woche an den Wechseln
gefeilt. In einem bärenstarken Lauf mit den Staffeln aus Tübingen,
der Region Karlsruhe und Neckar-Enz hatten wir verdammt schwere Staffeln
gegen uns. Das Tempo dieser Staffeln konnten wir nicht mitgehen und
hingen so etwas hinterher. Dennoch liefen Pascale, Lena, Tanja und
Jana so schnell sie konnten. Die Wechsel waren schon um einiges besser
als in Frankfurt, was sich dann letztendlich in einer brutalen Verbesserung
unserer Bestzeit widerspiegelte. Nach 1:54,72 Minuten waren wir im
Ziel. Damit verbesserten wir unsere bisherige Bestzeit gleich mal
um schlappe 5 Sekunden! Ein schöner Abschluss dieser Baden-Württembergischen
Meisterschaften. Dennoch haben wir auch jetzt noch Reserven. Demnächst
mehr dazu :-). Die Badischen Hallenmeisterschaften eine Woche später
an gleicher Stelle werden uns Möglichkeiten bieten,
unser Potenzial weiter auszureizen.
Bericht: Thomas Keßler
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